| Aktueller Stand unseres Volksbegehrens |
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2009
16. Dezember 2009
14. Dezember 2009
10. Dezember 2009
bis 10. Dezember 2009
26. November 2009
17. November 2009
3. November 2009
30. Oktober 2009
27. Oktober 2009
19. Oktober 2009
15. Oktober 2009 Der Landtag wählt auf seiner konstituierenden Sitzung Birgit Diezel (CDU) zur neuen Präsidentin. Ihre Vorgängerin Dagmar Schipanski war nicht mehr in den Landtag geweählt worden.
15. September 2009
30. August 2009
20. August 2009
7. Mai 2009 Die CDU-Mehrheit des Thüringer Landtages beauftragt die Landesregierung, einige Nachbesserungen im Kita-Bereich umzusetzen. Von den 1000 Stellen, die der Ministerpräsident angekündigt hatte, ist jetzt nur noch die Hälfte übrig. Die CDU übernimmt den Vorschlag des Volksbegehrens nach einem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab dem ersten Geburtstag und will ihr Landeserziehungsgeld für die betreffende Altersgruppe ausdehnen. Das Erreichen europäischer Mindestandards in Thüringer Kitas sind für die CDU aber weiterhin kein Thema.
1. Mai 2009 Das Volksbegehren startet mit 2000 gelben Luftballons in Erfurt seinen zweiten Anlauf. Am Abend des 1. Mai sind mehr als 3000 Unterschriften gesammelt.
2008
17. Dezember 2008 Die Stadt Jena beschließt unter den Eindruck der Merten-Studie (siehe unten) 50 weitere Vollzeitstellen im Kitabereich zu schaffen. Laut Aussage von Sozialdezernent Schenker (CDU) gleicht dies jedoch nicht einmal die Stellenstreichungen aus, welche die „Familienoffensive“ der Landesregierung in Jena verursacht hat. Die SPD-Stadtratsfraktion fordert einen zusätzlichen Beitrag des Landes. 10. Dezember 2008 Ergebnis einer Unicef-Studie: Deutschland liegt bei der Betreuung und Förderung von Kleinkindern international nur im Mittelfeld. Die Erzieherausbildung und die Betreuung der unter Dreijährigen sei zu schlecht und die Kinderarmut mit 16% zu hoch. Deutschland erreicht nur fünf von zehn Unicef-Standards, anders als Schweden, Norwegen, Finnland und Frankreich. 8. Dezember 2008 Der Trägerkreis kann die Hinhaltepolitik der CDU Landtagsfraktion nicht länger hinnehmen. Zum dritten Jahrestag der sogenannten „Familienoffensive“, die im Wesentlichen aus Spargesetzen bestand, legt der Trägerkreis den Neustart des Volksbegehrens auf den 1. Mai 2009 fest. Bis dahin sollen die Strukturen reaktiviert und der neue Gesetzentwurf mit Fachleuten diskutiert werden. Herbst/Winter 2008 Trotz anhaltender Gerüchte, die CDU Landtagsfraktion wolle unter dem Druck der Fakten im Kitabereich „in Kürze“ substanziell nachbessern, geschieht nichts. 25. Oktober bis 4. Dezember 2008 Die “Thüringer Landeszeitung“ (TLZ) bittet unter der Rubrik „TLZ-Forum“ um Berichte aus der Kita-Praxis. Mehr als siebzig Zuschriften erreichen daraufhin die TLZ-Redaktion, die – bis auf ganz wenige Ausnahmen – die Personalsituation als unhaltbar schildern. 8. November 2008 Der Soziologe Prof. Dr. Michael Opielka (FH Jena) legt einen Zwischenbericht seines Gutachtens zu den Folgen der „Familienoffensive“ vor. Darin wird eine Aufstockung des Personals und eine bessere Ausbildung der Erzieherinnen gefordert. Das Gutachten war von der Regierung selbst in Auftrag gegeben worden. Eine Veröffentlichung dazu finden Sie hier. 6. November 2008 Das Kinderförderungsgesetz des Bundes beschert dem Land Thüringen bis 2013 zusätzlich 52 Millionen und ab 2014 jährlich zusätzlich 21 Millionen aus Umsatzsteuereinnahmen zur Finanzierung der Kitas. 29. Oktober 2008 Der Pädagoge Prof. Dr. Roland Merten (Friedrich-Schiller-Universität Jena) legt im Auftrag der Stadt Jena eine Studie zur Situation in den Kindergärten vor. Daraus ergibt sich allein für die Stadt Jena ein Mehrbedarf von mindestens 129 Vollzeitstellen und landesweit ein Mehrbedarf von mindestens 2000 neuen Vollzeitstellen im Kitabereich. Damit würde man lediglich den Bundesdurchschnitt erreichen, aus pädagogischer Sicht seien noch wesentlich mehr Fachkräfte nötig, so die Studie. 27. September 2008 Kultusminister Müller gibt einen enttäuschenden Auftritt im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur Implementierung des Thüringer Bildungsplanes. Statt die allgemein erwarteten Nachbesserungen im Kitabereich bekannt zu geben, beweihräuchert der Minister die bisherige Familienpolitik. 13. August 2008 Das industrienahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IDW) legt eine Studie vor, in der ein deutlicher Zusammenhang zwischen Kinderbetreuung und Kinderarmut nachgewiesen wird. Je weniger Kitas, desto geringer die Erwerbstätigkeit unter den Müttern und desto höher die Armut, so die Studie. Zudem verweisen die Autoren auf den Zusammenhang zwischen der Betreuungsqualität und den späteren Berufsschancen der Kinder. Juli 2008 Anhaltende Debatten um die Abwanderung von Junglehrern wegen der schlechten Berufschancen in Thüringen. Juni 2008 Die Bertelsmann-Stiftung legt ihren „Länderreport frühkindliche Bildungssysteme“ vor. Der Report macht deutlich: In Thüringen gehen zwar besonders viele Kinder besonders lange in die Kitas, werden dort aber von besonders wenigen Erzieherinnen und Erziehern betreut. Würde man die von der Bertelsmann-Stiftung geforderten Standards in Thüringen verwirklichen, müsste man die Zahl der Fachkräfte nahezu verdoppeln. Um den Bundesdurchschnitt zu erreichen, müsste man sie von derzeit ca. 8.000 auf ca. 10.000 aufstocken.
Die Studie zum Download finden Sie hier: http://www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_bst_dms_24533_24534_2.pdf
10. Juni 2008 Der Trägerkreis bekräftigt, dass er das Volksbegehren neu
starten wird, wenn seine zentralen Forderungen nach deutlich mehr Personal, mehr
Qualität und angemessener Finanzierung nicht in vollem Umfang umgesetzt werden.
Gleichzeitig beschließt er, mit einem Neustart des Volksbegehrens zu warten,
bis die parlamentarischen Beratungen abgeschlossen sind, sofern sie nicht über
den Jahreswechsel hinaus verschleppt werden. 30. Mai 2008 Der Sozialausschuss des Landtages nimmt eine erste nichtöffentliche Auswertung der Anhörung vom 18. April vor. 27. Mai 2007 Der Trägerkreis beziffert den zusätzlichen Personalbedarf mit 2000 Vollzeitstellen. Ende April/Anfang Mai Kultusminister Jens Göbel tritt auf eigenen Wunsch zurück. Vorübergehend wird MdL Günther Krause als Nachfolger präsentiert, sieht sich aber massiven Vorwürfen einer unklaren persönlichen Abgrenzung zum Rechtsradikalismus ausgesetzt und ist als Kandidat nicht zu halten. Schließlich tritt MdB Bernward Müller die Nachfolge von Jens Göbel an. Ende April 2008 Bei einigen Trägern die auf Vorschlag der Opposition vor dem Sozialausschuss des Landtages ausgesagt haben, finden Kontrollen durch die Aufsichtsbehörde statt. 18. April 2008 Der Sozialausschuss des Landtages führt eine öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf des Volksbegehrens durch. Angehört werden verschiedene Träger und Institutionen, die von den Landtagsfraktionen nach einem vereinbarten Schlüssel vorgeschlagen wurden. Alle Vertreter von Trägern, Kitas und Familienorganisationen, auch diejenigen die von der CDU vorgeschlagen wurden, fordern eine deutliche Erhöhung der Personalschlüssel. 12. März 2008 Der „Arbeitskreis Gesetzentwurf“ führt eine Anhörung mit Fachleuten zum Thüringer Kitagesetz durch. Dabei wird deutlich, dass nicht nur die Personalschlüssel viele zu knapp kalkukiert sind, sondern dass auch die sog. kindbezogene Personalbemessung, die mit dem „Familienfördergesetz“ eingeführt worden ist, völlig praxisfremd ist. Zudem wird deutlich, dass auch im Kitabereich eine Qualitätssicherung eingeführt werden muss. Februar 2008 Der Landtag verweist das von der Opposition eingebrachte Gesetz des Trägerkreises an seinen Sozialausschuss zur Beratung. 20. Februar 2008 Der „Arbeitskreis Gesetzentwurf“ des Trägerkreises tritt zusammen um den vom Verfassungsgericht abgelehnten Gesetzestext zu überarbeiten. Er beschließt, die bisherigen Erfahrungen mit dem Familienfördergesetz bei einem neuen Anlauf zu berücksichtigen und dazu Fachleute aus der Praxis zu befragen. 1. Februar 2008 Ministerpräsident Althaus übernimmt die Forderung des Volksbegehrens nach einem gebührenfreien letzten Kitajahr. Das groteske daran: genau wegen dieser Forderung war was Volksbegehren vor dem Verfassungsgericht zwei Monate zuvor gescheitert. Auf die zentrale Forderung des Volksbegehrens nach mehr Erzieherinnen, mehr Qualität und angemessener Finanzierung der Kitas geht die Regierungspartei aber weiterhin nicht ein.
16.01.2008 Vertregter des Trägerkreises übergeben den Gesetzentwurf öffentlich an die Vorsitzenden der Oppositionsfraktionen im Thüringer Landtag, mit der Bitte, ihn im Parlament durchzusetzen. Sollte dies misslingen, wird das Volksbegehren neu gestartet werden. 2007
05.12.2007 Das Verfassungsgericht erklärt unseren
Gesetzentwurf mit 5:4 Stimmen für unzulässig. Begründung: Die Bürgerinnen und
Bürger Thüringens dürfen nicht per Volksbegehren ein gebührenfreies letztes Kitajahr einführen und die Gebühren auch nicht auf dem
Stand von 2005 einfrieren. Die Entscheidung wird von einigen Richtern
ungewöhnlich klar kritisiert. 16.10.2007 Die erste mündliche Verhandlung über die Zulässigkeit unseres Volksbegehrens vor dem Verfassungsgericht in Weimar dauert sieben Stunden. Sechs Hauptfragen werden besprochen (siehe Infobrief), am Ende der Verhandlung kündigt Präsident Graef eine Entscheidung zum 5. Dezember an.
15.09.2007 Der Thüringer Verfassungsgerichtshof legt den Termin zur mündlichen Verhandlung auf den 16. Oktober 2007 um 10 Uhr fest.
21.07.2007 Das Gericht forderte vor einigen Tagen die Gegenseite auf, zu verschiedenen Punkten bis zum 15. August präzise Daten vorzulegen; mit anderen Worten: es geht nun einen Schritt weiter. Wir vermuten, dass nach dem 15. August eine mündliche Verhandlung stattfinden wird, die entweder Klarheit (sprich: ein baldiges Urteil) schafft oder die zum Ergebnis hat, dass weitere Informationen eingeholt werden müssen.
19.03.2007 Der Trägerkreis gibt seine letzte Stellungnahme ab. 02.03.2007 Die Fristverlängerung zur zweiten Erwiderung des Trägerkreises bis zum 19.03.2007 wird vom Verfassungsgericht bewilligt. 01.03.2007 Trägerkreis beantragt Fristverlängerung für seine zweite Erwiderung, weil er bei der Ermittlung die notwendiger Daten auf große Schwierigkeiten gestoßen ist. 02.02.2007 Die Antwort der Landesregierung auf die erste Erwiderung des Trägerkreises trifft beim Verfassungsgericht ein. Der Trägerkreis erhält Zeit, bis zum 02.03. erneut darauf zu antworten. 10.01.2007 Der Trägerkreis reicht seine umfangreiche Stellungnahme zum Antrag der Landesregierung, das Volksbegehren für unzulässig zu erklären, beim Verfassungsgericht ein. Die Landesregierung erhält Gelegenheit, darauf zu antworten.
2006
17.11.2006 Der Trägerkreis bestellt den Dresdner Rechtsanwalt
Harald Baumann-Hasske zu seinem
Prozessbevollmächtigten.
02.11.2006 Die Landesregierung beantragt in einem 50-seitigen
Schriftsatz ein Normenkontrollverfahren vor dem Thüringer Verfassungsgericht.
Damit ist das Volksbegehren bis zu einer Entscheidung des Gerichts gestoppt. Der
Trägerkreis wird aufgefordert, zu diesem Schriftsatz Stellung zu nehmen.
10.10.2006 Ministerpräsident Althaus gibt bekannt, dass die Landesregierung vor dem Verfassungsgericht gegen den Gesetzentwurf des Volksbegehrens klagen wird. Begründung: der Gesetzentwurf greift zu stark in das Budgetrecht des Landtages ein. Einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den Vertretern des Volksbegehrens ist die Landesregierung zuvor systematisch aus dem Weg gegangen. Prozessbevollmächtigter der Landesregierung ist Professor Isensee, Bonn. 02.10.2006 Die Präsidentin des Thüringer Landtages, Prof. Dagmar Schipanski gibt dem Antrag auf Zulassung eines Volksbegehrens statt. 17.07.2006 Der Trägerkreis präsentiert 23.806 Unterschriften für eine bessere Familienpolitik vor der Erfurter Staatskanzlei. Anschließend übergibt der Trägerkreis diese Unterschriften zusammen mit einem Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens dem Innenministerium. Damit beginnt die Prüfungsfrist. 09.07.2006 Die Sammlung von Unterstützerunterschriften für den Antrag auf ein Volksbegehren endet. Nun müssen die Unterschriftenbögen geprüft und nach Meldeämtern sortiert werden
30.05. 2006 Die Sammlung von Unterstützerunterschriften für den Antrag auf ein Volksbegehren beginnt. Ziel: 5000 gültige Unterschriften binnen 6 Wochen.
2005
16.12.2005 Das „Familienfördergesetz“ (jenes Spargesetz, das die Landesregierung als „Familienoffensive“ verkauft) wird im Landtag mit der absoluten CDU Mehrheit beschlossen. 24.11.2005 Die LIGA der freien Wohlfahrtpflege bringt ihren Moratoriumsvorschlag erfolglos in den Landtag ein; Ziel ist des Vorschlages war es, das Familienfördergesetz noch einmal mit Fachleuten zu überarbeiten und eine Entscheidung bis dahin auszusetzen.
22.11.2005 Die neu gewählten Sprecher des möglichen Volksbegehrens, Ralph Lenkert und Peter Häusler, versuchen vergeblich, mit der CDU Fraktionsvorsitzenden Christiane Lieberknecht und dem sozialpolitischen Sprecher der CDU Landtagsfraktion Michael Panse die Möglichkeiten einer sachorientierten Einigung auszuloten.
2004
16.12.2004 Michael Krapp (CDU), bis 2004 Kultusminister in Thüringen, äußert sich auf einer Podiumsdiskussion in Hildburghausen (wie bereits zuvor in einem Interview für das „Freie Wort“) kritisch zu den Plänen zur Hortkommunalisierung 09.09.2004 Thüringens neuer Ministerpräsident Dieter Althaus verkündet in einer Regierungserklärung, die Grundschulhorte aus der Landeshoheit an die Kommunen und an freie Träger abgeben zu wollen. Fachleute warnen eindringlich vor einer Trennung von Schule und Hort und verweisen auf den Bericht der Enquetekommission „Bildung und Erziehung in Thüringen“ vom März des selben Jahres. 13.06.2004 Landtagswahlen in Thüringen. Der altgediente Ministerpräsident Bernhard Vogel übergibt den Stab an Dieter Althaus. Der Familienvater Michael Krapp muss seinen Posten des Kultusministers zugunsten des kinderlosen und unverheirateten Mathematikprofessors Jens Göbel räumen.19.03.2004 Die Enquetekommission „Bildung und Erziehung in Thüringen“ des Landtages legt ihren 229-seitigen Abschlussbericht vor. Darin wird unter anderem gefordert, die Arbeit von Grundschullehrerinnen und Horterzieherinnen besser miteinander zu verzahnen. Weitere Forderungen u.a.: Bildungsplan, Ausbau des Bildungswesens auf der Grundlage pädagogischer Notwendigkeiten. 26.04.2002 Ein ehemaliger Schüler, der ohne Schulabschluss geblieben war, richtet im Gutenberggymnasium in Erfurt ein Blutbad an; 13 Lehrer, zwei Schüler und ein Polizist werden getötet. Eine der Konsequenzen daraus war die Bildung einer Enquetekommission des Thüringer Landtages zur Verbesserung der Ausbildungssituation in Thüringen. |
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. Januar 2010 ) |
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